Astrid Springer für den Juliane Bartels Medienpreis 2014 nominiert

Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung verleiht am 14. Oktober 2014 zusammen mit anderen Organisationen wieder den Juliane Bartels Medienpreis. Nähere Informationen finden Sie hier:

Unter den Nominierten in diesem Jahr ist auch die mit der Kanzlei Recht am Ring eng verbundene Juristin und Journalistin Astrid Springer.

Ihre Nominierung  erfolgt für Ihren Beitrag „Trotz Berufstätigkeit arm im Alter“ und wird wie folgt begründet:

„Trotz Berufstätigkeit arm im Alter“   – von Astrid Springer

rbb, 24 min.

Renate Rossi war 43 Jahre durchgehend berufstätig. Sie hat immer in die Rentenkasse eingezahlt. Trotzdem ist sie arm. Zweimal in der Woche muss die

73jährige putzen gehen, weil das Geld zum Leben nicht reicht. Mit ihren Einkünften liegt sie 1 € unter dem Hartz-IV-Satz. Besonders Frauen sind von Altersarmut betroffen, auch die neue Rentenreform berücksichtigt viele nicht, da sie aufgrund der Erziehungsunterbrechung die nötigen 45 Jahre nicht schaffen. Astrid Springer sucht nach den Ursachen, befragt Juristen und Sozialwissenschaftler zum nach wie vor nicht zeitgemäßen Familien- und Rentenmodell und begleitet zwei arme Renterinnen in ihrem von sozialer Isolation und Zukunftsangst geprägten Alltag.

Der Autorin gelingt ein sehr gut recherchiertes, durch profunde Hintergrundinformationen bestechendes Feature. Es klopft anhand der Biografien der beiden Frauen, die von ihrer Rente nicht leben können, die neue Rentenreform auf ihre (Un-)Tauglichkeit ab, belegt beeindruckend die historische Dimension von Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung von Frauen seit der Bismarckschen Sozialgesetzgebung bis heute und schildert die bitteren Folgen von Altersarmut, die weiblich ist. Eine erschütternde und empörende Bestandsaufnahme, wie unwürdig der deutsche Sozialstaat Rentnerinnen 2014 leben lässt.

Hier geht es zur Quelle:

Wir freuen uns mit Astrid über diese schöne Anerkennung ihrer Arbeit und drücken ihr die Daumen, dass sie in diesem Jahr den Preis erhält.

 

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